Warum scheitern so viele Online-Shops wie madedotcom? Wie sieht es mit Diiiz aus?
In den letzten Monaten mussten wir miterleben, wie eine Reihe von Online-Möbelhändlern wie Madedotcom in die Insolvenz gingen, da sich die Branche insgesamt nach Covid-19 und der damit verbundenen Lieferkettenkrise verlangsamt hat und gleichzeitig mit stark steigenden Betriebskosten aufgrund höherer Einfuhrzölle, höherer Versandkosten und erhöhter Tarife zu kämpfen hatte. Dies hat dazu geführt, dass einige unserer Wettbewerber, wie beispielsweise made.com, Insolvenz angemeldet oder ihren Betrieb vollständig eingestellt haben.
Auch Diiiz.com hat in den letzten zwei Jahren sehr schwere Zeiten durchgemacht, doch trotz großer Schwierigkeiten ist es uns gelungen, uns über Wasser zu halten. Das ist für uns keine Selbstverständlichkeit. Das Online-Shopping ist aufgrund der Wirtschaftskrise und der Inflation zurückgegangen. Wir bedauern die Situation von made.com, glauben aber weiterhin an uns. Aus diesem Grund möchten wir unseren Kunden versichern: Wir nehmen weiterhin Bestellungen entgegen, und alle Bestellungen werden an unsere Kunden ausgeliefert!
Als kleineres Unternehmen sind wir der Meinung, dass Diiiz die aktuelle Wirtschaftskrise als Chance nutzen sollte, sein Geschäftsmodell neu auszurichten und in eine lokalere und europäischere Lieferkette zu investieren.
Was unterscheidet Diiiz von Made.com, selbst in einer so schwierigen Branche?
Eines der Dinge, die uns selbst in einer so hart umkämpften Branche auszeichnen, ist unser Engagement, hochwertige Produkte zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Als kleineres Unternehmen haben wir uns stets darauf konzentriert, langfristige Beziehungen zu unseren Kunden und Lieferanten aufzubauen. Um diesen Fokus beizubehalten, arbeiten wir eng mit den Herstellern und Lieferanten zusammen, die unsere Waren produzieren, um das bestmögliche Produkt anbieten zu können.
Langfristige Beziehungen zu unseren Lieferanten und Stakeholdern haben uns bisher geholfen, trotz sinkender Margen über Wasser zu bleiben. Die Neuausrichtung unseres Geschäftsmodells in Europa wird ebenfalls ein Schlüsselelement dieser langfristigen Strategie sein.
Wie hat Diiiz den Lockdown überstanden?
Der Covid-19-Lockdown stellte eine erhebliche Krise in der Lieferkette dar, und wir befürchteten, dass unser Geschäft davon beeinträchtigt werden würde. Dank einiger erfolgreicher Prognosen haben wir bereits 2020 damit begonnen, unser Geschäftsmodell neu auszurichten. Wir konnten unsere Produktionspläne zwar nicht so schnell ändern, wie wir gedacht hatten, aber im Jahr 2021 hatten wir bereits zahlreiche Kontakte auf dem europäischen Kontinent geknüpft, um unsere Produktion von Asien nach Europa zu verlagern.
2023 wird das Jahr sein, in dem wir diese Strategie vollständig umsetzen und unsere Beschaffung in Europa deutlich ausbauen werden. Der neue Schwerpunkt von Diiiz liegt auf der Suche nach neuen Lieferanten in Europa, die uns hochwertige Materialien und Möbel liefern können.
Wie haben wir die Preissteigerungen bei Frachtcontainern überstanden?
Bei Diiiz nutzen wir schon seit langem Frachtcontainer für den Versand unserer Produkte. Als die Preise für diese Container in die Höhe schossen, wurde uns klar, dass es Zeit war, eine Alternative zu finden. Wir hatten bereits die Möglichkeit geprüft, ein Lager und ein Grundstück direkt außerhalb des Vereinigten Königreichs zu erschließen.
Die Gründer von Diiiz stammen ursprünglich aus Belgien. Die drei Gründer haben im Jahr 2022 beschlossen, das Geschäftsmodell von Diiiz in Europa neu auszurichten, nach neuen Lieferanten in Europa zu suchen und ein Logistikzentrum in Belgien aufzubauen, um ihre Kunden schneller und kostengünstiger beliefern zu können. Sowohl der Brexit als auch Covid-19 haben diese Strategie beschleunigt. In dieser Zeit hat Diiiz zudem beschlossen, die Produktion von Vintage- und Replik-Möbeln einzustellen. Die neue Produktstrategie besteht darin, ausschließlich originales europäisches Design zu fördern und zu beziehen.
Es gibt noch viel zu tun: Diiiz ist ständig auf der Suche nach neuen, erschwinglichen europäischen Designern und Herstellern. In Europa gibt es zahlreiche sehr teure und luxuriöse Möbelmarken. Doch laut Roberto Mongiovi (CEO von Diiiz) „müssen wir auch wieder Anbieter von erschwinglichen Möbeln und Möbeln der mittleren Preisklasse in Europa etablieren“. Angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise „sind wir überzeugt, dass Diiiz jetzt mehr denn je weiterhin erschwingliche Möbel für alle anbieten sollte“.
Wie sieht die Zukunft von Diiiz aus?
Die Zukunft der Lieferketten in der Möbelbranche sieht vielversprechend aus. Die Branchenführer in Großbritannien und Europa müssen ihr Logistik- und Einzelhandels-Know-how noch verbessern. Die Lieferkette muss optimiert und Lösungen gefunden werden, um die Lieferkosten in Europa zu senken. Möbelhändler müssen in der Lage sein, sowohl offline als auch online zu agieren, was vielfältige Kompetenzen erfordert. In der Möbelbranche ging es schon immer darum, schöne Dinge für das Zuhause herzustellen, doch mittlerweile geht es auch darum, Technologie für Effizienz und Nachhaltigkeit zu nutzen.
Im Jahr 2023 möchte Diiiz:
- seine Logistikkosten senken und die Effizienz der Lieferkette verbessern
- näher an seinen Kunden sein
- sowohl online als auch offline stärker präsent sein
- sich zu einer europäischen Plattform für erschwingliche europäische Möbelhersteller entwickeln
- Technologie und künstliche Intelligenz besser nutzen, um effizienter zu werden
Roberto Mongiovi
Diiiz.com
CEO
Wenn Sie weitere Fragen zu Diiiz haben, kontaktieren Sie uns unter info@diiiz.com

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